Auch das ist unsere Heimat!

 

Die westliche Gemarkungsgrenze der Stadt Waghäusel ist teilweise der Saalbach, der idyllisch in seinem natürlichen Bachbett durch die Gemarkung Molzau fließt. Doch wie auf dem Bild deutlich erkennbar, ist auch hier die Umwelt durch einige uneinsichtige Mitbürger stark gefährdet. Quer über dem Bach liegt ein abgebrochener Baumast. Hier sammeln sich zu Hunderten die weggeworfenen Plastikflaschen, die sich im Bach befinden. Trotz aktueller Meldungen über die Gefährdung von Umwelt und Gesundheit durch den Plastikmüll im Meer finden sich leere Flaschen in der Landschaft, welche in Bäche und Flüsse gelangen. Dieses Foto appelliert an Umweltsünder, ihren Abfall ordnungsgemäß zu entsorgen.

 

Ferner werden in zunehmendem Maße Abfälle aller Art auch innerorts an verschiedenen Treffpunkten hinterlegt, sodass sich der Müll dort anhäuft. Dadurch entstehen Kosten für die Gemeinde, die jeder Bürger durch seine Steuern und Abgaben bezahlt.

 

Deshalb: Entsorgt den Abfall ordnungsgemäß. Umweltverschmutzung ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Schädigung der Gemeinschaft und zukünftiger Generationen. Haltet Eure Heimat sauber!

 

Die Teilnehmer der „Hambrückenradtour“ wissen nun mehr

Einige der Teilnehmer beim Betrachten des Mammutbaums in der Nähe des Vogelparks
Einige der Teilnehmer beim Betrachten des Mammutbaums in der Nähe des Vogelparks

 
„Lernt eure Heimat kennen“ unter dem Motto führte eine Radtour des Heimatvereins Wiesental nach Hambrücken. Der dort wohnende ehemalige Wiesentaler, Edwin Herzog, hatte aus seiner Sicht Interessantes für diese Tour ausgewählt.
Als Erstes wurde gleich der Kirchturm der Pfarrkirche St Remigius bestiegen. Während der gekonnten Führung des Pfarrgemeinderates Dieter Kremer gab es Informationen zum Kirchenbau, zu den Nothelfern im Kirchenschiff und zu den vier Stahlglocken. Auch die vielfältige Tierwelt im Kirchenturm wurde erläutert. Sehr interessant war ein Blick auf die alte bunt bemalte Decke oberhalb der in den 1960er Jahren eingezogenen. Aus Kostengründen konnte sie leider bisher nicht wieder freigelegt werden. Nach einem Blick über den Ort und in die Ferne kam man unten angelangt zum älteste Kleindenkmal Hambrückens, einem in die Kirchhofsmauer eingesetzter Christuskorpus aus dem 16. Jahrhundert. Auch zwei weitere Kleindenkmalen in dieser Mauer konnten die Teilnehmer begutachten.
Am Platz der ehemaligen Hopfendörre wurde einiges über den bis in die 1960er Jahren erfolgten Hopfenanbau in Hambrücken berichtet. Auch der Spruch „Hopfe zopfe Stiel dra losse, wers nit kann solchs bleiwe lose“ wurde von Alfred Köhler zum Besten gegeben. Durch den Stiel konnte man das Gewicht der abgelieferten Hopfendolden erhöhen.
(Bild einfügen)
Einige der Teilnehmer beim Betrachten des Mammutbaums in der Nähe des Vogelparks
Im Wald beim Vogelpark kam man dann zu einem Teich, der durch den Bau eines Hügels im Park entstand. Durch Initiative des damaligen Lehrers Rudolf Sessler an der Realschule in Wiesental wurde hier ein Biotop angelegt.
Unweit der Stelle führt die ehemalige römische Rheinstraße vorbei. Gerade in diesem Bereich findet man noch einige der zum Teil recht großen Kieslöcher, die durch den damaligen Straßenbau entstanden.
Ihren Abschluss fand die diese gelungene Radtour in einer Hambrückener Gaststätte.
HPH

Das Rätsel ist gelöst!

Vor vier Wochen fragte der Heimatverein die Leser des Mitteilungsblatts um eine Auskunft über das hier abgebildete kleine Beil.
(Bild einfügen)
Nachdem zusätzlich in der BNN ein ähnlicher Aufruf veröffentlicht wurde, ist das nun Rätsel gelöst.
Das Beil ist ein sogenanntes Anweisbeil (auch Forst- oder Waldhammer), ein forstwirtschaftliches Arbeit- und Kennzeichnungsgerät. Dieses Gerät war bereits im 16. Jahrhundert in der Forstwirtschaft gebräuchlich und wurde auch noch vor dem Zweiten Weltkrieg verwendet.
Mit der Schneide wurde ein Stück der Rinde zusammen mit einem Holzspahn (sogenannter Schalm) in Schulterhöhe abgeschlagen (gefletscht) und anschließend das Schlagsiegel am Beilkopf auf dieser Stelle abgeschlagen. So wurde damit angewiesen, dass dieser Baum zu fällen sei. Das gleiche geschah auch am Baumfuß, um jederzeit prüfen zu können, dass nur gekennzeichnete Bäum gefällt war. Heute erfolgt diese Anweisung des Fällens durch eine farbliche Kennzeichnung am zu fällenden Baum.
Das im Museum befindliche Ausweisbeil trägt am Beilkopf das badische Wappen und stammt wahrscheinlich noch aus badischer großherzoglicher Zeit. Es wird nun im „Museum im Alten Rathaus“ im Bereich Waldwirtschaft zu sehen sein.

Elisabethenwört war eine Wanderung wert

Rechtzeitig zum Start der Wanderung hörte es auf zu regnen, sodass die Teilnehmer das Naturschutzgebiet in vollen Zügen genießen konnten.

(Bild)
Auf der Tour gab es an den verschiedenen interessanten Stellen Informationen zur Natur und Geschichte der „Insel“. Besonders über das aktuelle Thema Hochwasserrückstauraum wurde informiert. Über die Auswirkungen durch die geplante kleine Dammrückverlegung und ungesteuerten Rückhalteraum wird momentan intensiv diskutiert und in der Presse berichtet. Die Teilnehmer der Wanderung sahen in einem gesteuerten Rückhalteraum als die bessere Lösung an.

Nahezu 300 Besucher im Museum

Oberbürgermeister Walter Heiler und Roland Herberger beim begutachen der Museumsschätze
Oberbürgermeister Walter Heiler und Roland Herberger beim begutachen der Museumsschätze

Nach 18 Monaten wird im Museum das Dachgeschoss nach dem Neudecken des Daches durch die Stadt und nach einer gründlichen Renovation des Raumes durch den Heimatverein wiedereröffnet. Unter anderem wurden die Bestände gesichtet und neu geordnet sowie die Ausstellung auf einer Fläche von ca. 100 Quadratmeter neu strukturiert und ansprechend umgestaltet.Nahezu 300 Besucher im Museum
Das neu gestaltete Dachgeschoss mit den Bereichen Landwirtschaft mit Anbauprodukten, Hauswirtschaft (Waschen, Konservieren, Schlachten), Tierhaltung, Handwerk (Schreiner, Küfer, Wagner, Schmied, Schlosser, Schuster) sowie Land- und Forstwirtschaft zog viele Besucher an. Auch Oberbürgermeister Walter Heiler und viele Gemeinderäte zeigten sich von der ansprechend gestalteten Darstellung, die in ehrenamtlicher Tätigkeit von den Mitgliedern des Heimatvereins geschaffen wurde, begeistert. 

„Wo der Hahn kräht und das Schwein grunzt“.            Die Umgestaltung im Museum im „Alten Rathaus“ hat den Besuch auch für die Kinder interessanter gemacht.

Bernd Machauer und Peter Hiltwein beim Umgestalten des Dachgeschosses
Bernd Machauer und Peter Hiltwein beim Umgestalten des Dachgeschosses

Seit Oktober wurden 800 Arbeitsstunden und 3000 € vom Heimatverein hierfür aufgebracht um der Bevölkerung ein ansprechendes Museum anzubieten.
Viele Kinder erlebten das Grunzen des Schweins und das Krähen des Hahns. Schaufensterpuppen und weitere Attrappen veranschaulichen das Leben in unseren Ortsteilen vor ca. 70 Jahren.
Auch viele Kirrlacher kamen trotz des kalten Wetters nach Wiesental, um hier auch die zahlreichen Gegenstände zu bewundern, die Bewohner aus diesem Ortsteil für das „Museum im Alten Rathaus“ zur Verfügung gestellt haben.
Das Dachgeschoss war ein Erlebnis für alle Sinne. Gebäck und Getränke sorgten für das leibliche Wohl. Eindeutig war die Meinung der Besucher, dass hier ein hervorragend gelungener Ausstellungsbereich entstanden ist, der das Museum aufwertet, ideal für Großeltern, die ihren Enkeln erklären möchten, „wie es früher war“.

Rücksichtslose Autofahrer Hauptverschmutzer

Auch in diesem Jahr beteiligte sich der Heimatverein Wiesental wieder an der Gemarkungsputzaktion der Stadt und befreite das Gebiet hinter dem Wiesentaler Bahnhof und den angrenzenden Land- und Kreisstraßen von Unrat, den uneinsichtige Zeitgenossen dort hinterlassen hatten. Besonders auffällig war der gesammelte Abfall entlang der Zufahrt von der K3535 zur L536. Hier wurden auf einer Straßenlänge von ca. 300 Meter fünf große Müllsäcke mit Abfall gefüllt, der von Autofahrern nicht zu Hause, sondern auf diese Weise entsorgt wurden. Auch fand man hier eine, wohl von Kriminellen weggeworfene dicke Geldbörse mit vielen Ausweisen, jedoch ohne Geld, die an die Polizei weitergeleitet wurde.

Rückblick auf die Jahreshauptversammlung


In einer umfassenden Präsentation zeigte der Vorsitzende Peter Hiltwein Tätigkeiten des vergangenen Jahres auf. Durch Radtouren, Wanderungen, Museumsbesuche und die Öffnung der beiden Museen vor Ort versuchte der Heimatverein Wiesental der Bevölkerung die Heimat näherbringen, was auch künftig unter dem Motto „Lernt Eure Heimat kennen“ erfolgen soll.
Durch Projekte in den beiden Museen wurden die Besucher erreicht und besonders das „Museum im Alten Rathaus“ ist mit bisher 25000 Besuchern ein Besuchermagnet. Besonders die Neugestaltung des Dachgeschosses Rathaus war eine große Aufgabe. Dieses Museum wird im Oktober 2019 dreißig Jahre alt. Bis zum Jubiläum sind noch einige Umgestaltungen geplant.
Auch beteiligt sich der Verein an dem durch den Landkreis Karlsruhe ins Leben gerufene Projekt der Erfassung der Kleindenkmale, wie z.B. Gedenksteine, Kreuze und Grenzsteine. Die aufgestellte Liste für die Ortsteile Wiesental und Waghäusel umfasst bisher über 30 Objekte. Die hiervon vorhandene Literatur und weitere Unterlagen werden gerade zusammengetragen.

Bei der Jahreshauptversammlung am 2.3. erfolgte auch die Neuwahl der Vorstandschaft. Sie setzt sich wie folgt zusammen:
Vorsitzender: Hans-Peter Hiltwein
Stellvertretender Vorsitzender: Rudolf Müller
Kassenwartin: Anne Haas
Schriftführerin: Luzia Grassel-Riffel
Beisitzer (-in): Bernd Machauer, Tim Materna, Ursula Oestreicher, Hans-Peter Rieß, Irena Schmidhuber

 

Wiesentaler Fastnacht 1929

Männergesangverein Wiesental 1929 – Elferrat und Prinz Karneval mit Braut
Männergesangverein Wiesental 1929 – Elferrat und Prinz Karneval mit Braut


Am Dienstag, den 5.2.1929 konnte man im „Rheinischen Tagblatt – Bruhrainer Zeitung“ folgenden Artikel lesen, der im Wortlaut wiedergegeben wird:
„Allmählich geht der Karneval seinem Höhepunkt zu. Auch bei uns merkt man es an den zahlreichen Kappenabenden und Maskenbällen. Alle karnevalistischen Veranstaltungen waren gut besucht und überall herrschte fröhliche Karnevalstimmung. Wir nennen den Kappenabend des Musikvereins Harmonie, der am Samstag eine fröhliche Schar in die Rosenhalle lockte. Am Sonntag hatten dann ebenfalls in der Rosenhalle die Turner ihren Maskenball, wobei die stimmungsvolle Streichkapelle des Musikvereins e.V. viele Tanzlustige zu befriedigen hatte.
Den Höhepunkt bildete die Veranstaltung des Männergesangvereins. Dafür sorgte Prinz Karneval und sein Gefolge. Am späten Nachmittag zog er durch die Straßen, ihm entgegen seine Braut, die sich als tadellose Reiterin auf dem Schimmel entpuppte. In mehreren reich geschmückten Wagen folgte der „Elferrat“. Groß war die Anteilnahme der Bevölkerung, die scharenweise den Zug begleitete. Pünktlich um 6 Uhr gab sodann Prinz Karneval die Räume der „Narrenhalle“ (Leosaal) frei und bald bot sich ein buntbewegtes Bild dar. Die vom Männergesangverein ausgesetzten Preise haben manches schöne Kostüm und manch gut gelungenen Einfall von Witz und Humor gebracht. So war es den Vereinsrichtern nicht leicht, bei der Preispolonaise die Entscheidung zu treffen. Die Spannung war dann aufs höchste gestiegen, als um 11 Uhr die Preisverleihung mit Demaskierung vorgenommen wurde. Der lebhafte Beifall bekundete, dass die Prämierten richtig ausgewählt waren: Ehrenpreis (nach der Idee  des Liedes “Der Brusler Dorscht“); Gruppenpreis: 1. Jäger, 2. Piraten; Damenpreis; 1. Rokoko, 2.Pirette in Rot, 3. Königin der Nacht, 4. Windmühle; Herrenpreis1. Vagabund, 2. Kaukasier, 3 Müllerbursche. Bald nahm Prinz Karneval Abschied von seiner Braut und vom Narrenvolk und allzu früh war für viele die Polizeistunde gekommen. Narr Heil!“

 

Ehrungen langjähriger Mitglieder

Die geehrten anwesenden Mitgliederdes Heimatvereins
Die geehrten anwesenden Mitgliederdes Heimatvereins


Am letzten Sonntagnachmittag erfolgte bei einer Mitgliederversammlung bei Kaffee und Kuchen die Ehrung von Mitgliedern für ihre 25-jährige bzw. 30-jährige Mitgliedschaft. 25 Jahre zum Verein gehören Anita Mahl, Alfred Metzger, Helmut Metzger sowie Dieter und Elvira Vogel und eine 30-jährige Vereinszugehörigkeit haben Helmut Bub, Ellen und Klaus Metzger, Monika und Uli Roß, Margarete Seidler sowie Berta und Manfred Vogel an. Den Anwesenden wurde die silberne bzw. eine goldene Vereinsnadel und eine Urkunde überreicht.
In einem einstündigen Bildervortrag erinnerte Gilbert Roth an die Wiesentaler Sommertagzüge, die bereits 1912 erstmals stattfanden. Er ging auf ihre Ursprünge ein und gekonnt präsentierte er Details aus vorhandenen Akten. Besonders die Fotos nach dem Zweiten Weltkrieg riefen Erinnerungen bei den Anwesenden wach und viele Personen, auch Anwesende wurden wiedererkannt. Gilbert Roth gab bekannt, dass er eine Fortsetzung des Vortrags arbeitet.